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Festlichkeit und Ogerwanst
Meister: Tommi
SpielerInnen: Bernie, Bine, Luc, Patrick
HeldInnen: Aelindir, Lúthien, Fenrox, Tapo-Sica
Zeitraum: - 22. Rondra 999 BF
Termin(e):  ?

Die Entführung Yolanthes war das erste Abenteuer der Gruppe, die noch gar keine Gruppe war. Mysteriöse Umstände um das jährliche Targuinsfest in Targuleth schweißen vier grundverschiedene Personen zusammen.

Hauptcharaktere: Bearbeiten

  1. Aelindir Abendblüte
  2. Lúthien Melwasúl
  3. Fenrox, Sohn des Fenrim
  4. Tapo-Sica

Geschichte Bearbeiten

Die vorliegende Fassung der Geschichte ist unter Historikern umstritten. Der Helden-Mythos rund um Marik scheint in dieser Variante eine dominante Stellung einzunehmen.

Und es begab sich vor schon bald über 150 Jahren, dass die Bewohner unseres Dorfes zusammenkamen, um den Targuinstag zu feiern. Das Fest war ausgiebig, das Bier floss und die Menschen waren froh, den Lohn ihrer Arbeit für dieses Jahr feiern zu können.

Da vernahm man ein Poltern von der großen Scheune her und der kleine Eichward, der Achtjährige Sohn des Wirten kam herausgewankt, am Kopf blutend und brach auf dem Boden nieder. Da erhob sich ein junger, kräftiger Mann, der auf den Namen Marik hörte von den Tischen und rannte herbei. Er stützte dem Jungen den Kopf und untersuchte ihn: "Er wurde mit etwas Stumpfen geschlagen, vermutlich eine Waffe!" rief er in die staunende Menge. Für einen Moment erwachte der Junge und sprach: "In der Scheune… meine Schwester… rette sie, Marik!" bevor er wieder bewusstlos wurde.

Marik bebte: "Holt heißes Wasser!" und winkte vom Tisch, an dem er gerade gesessen war seine Freunde herbei. Es waren vier weitgereiste Herrschaften aus entfernten Ländern. Eine von ihnen, eine alte Hexe, war auf die Heilkunst spezialisiert. Nachdem Marik sicher war, dass der Junge überleben würde, übergab er sie in ihre Obhut. Der Vater des Jungen, der Wirt widersprach: "Doch nicht zu dieser Hexe!", aber Marik legte ihm die Hand auf die Schulter und beruhigte ihn: "Diese Menschen sind von weit gereist und genießen mein vollstes Vertrauen. Vertraue auch Du ihnen!" Der Blick des jungen Marik war so freundlich, warm und vertrauenerweckend, dass der Wirt zustimmend nickte.

Dann ging Marik voran in die Scheune und nahm die drei anderen Fremdlinge mit: Ein fremdländischer Bogenschütze mit spitzen Ohren, der bei Festen gerne die fremdartigsten Lieder anstimmte. Ein mutiger Zwergen-Axtkämpfer, der nach Marik der zweitmutigste Krieger war, den das Dorf zu dieser Zeit kannte und eine nackte Wilde, die einzig mit einer zweiköpfigen Schlange bekleidet war. Sie untersuchten die Scheune und kamen kurz darauf wieder zurück. Marik verkündete: "Hört Freunde! Wir wurden offensichtlich von Orks überfallen und sie nahmen die Wirtstochter Yolanthe und die Knochenkeule unserer Targuinstatue mit!" Ein Raunen ging durch die Menge. "Seid unbesorgt! Meine Freunde und ich haben entschieden, den Orks sofort zu folgen." Erneut raunte die Menge. Viele stimmen ermutigten Marik und seine Helden und so zogen sie gemeinsam aus, folgten der Spur bis zum Wald und waren erst am Abend wieder gesehen.

Sie hatten größte Mühe, den Orkspuren im Wald zu folgen, doch Marik kannte den Wald als erfahrener Holzfäller wie seine Westentasche und so kamen sie zügig voran. Doch Marik selbst betonte ständig, dass er ohne die Helden nur halb so schnell voran gekommen wäre. Oft blieb der fremdartige Bogenschütze stehen und roch an einem Baum oder die Wilde legte sich auf den Boden und sprach mit der Erde, um die Spur schneller zu finden.

Schließlich stolperten die Helden in ein Wildschweinnest. Beinahe wäre die Situation eskaliert und das Wildschwein wäre auf die Gruppe losgegangen, doch Marik bewahrte kühlen Kopf und begann, beruhigend auf das Schwein einzureden. Die Helden zogen sich zurück und nach wenigen Minuten ging auch Marik.

Schlussendlich erreichten sie eine Waldlichtung, an der sich das Orklager befand. Damals noch war der Eichwaldbach ein strömender Fluss. Marik fällte im Verborgenen einen Baum und improvisierte so eine Brücke, über die die Helden das Lager am anderen Ufer erreichen konnten. Im Lager selbst befanden sich jedoch acht Orks, der Orkschamane Gruzuk und ein wilder Oger. Der Orkschamane war gerade dabei, die Knochenkeule in einem magischen Ritual zu nutzen, um den Oger zu binden und so beherrschen zu können. Zu diesem Zweck hatte er auch Yolanthe entführt. Sie war als Opfer für den Oger gedacht, um ihn wohl zu stimmen und war mitten auf dem Ritualplatz nackt an einen Baumstamm gekettet. Innerlich schalt Marik den Orkschamenen für diese Boshaftigkeit.

Da ersann Marik eine List: Er lies den Zwergen die Hälfte der Orks aus dem Lager locken und anschließend hatte er mit der Hexe die Idee, Krähen herbeizurufen, die das Ritual unterbrechen sollten. Der Plan funktionierte. Die im Lager verbliebenen Orks waren so abgelenkt, dass Marik bis an den Ritualplatz heranschleichen konnte. Mit einer Axt bewaffnet durchschlug er die Ketten von Yolanthe. Mit einem mitgebrachten Tuch bedeckte er Yolanthe und sie rannte in Sicherheit. Gerade wollte er den Schamanen konfrontieren, als dieser die Knochenkeule hochhielt und verächtlich lachte. Das Ritual war abgeschlossen und der Oger gebunden. Marik und der Schamane blickten sich Auge in Auge… für einen gefühlt unendlich langen Augenblick führten sie den Kampf im Geiste fort. Es war, als fühlte der Schamane sein kommendes Ende bereits nahen, denn er wandte plötzlich sein Gesicht beschämt ab.

Da war es Zeit für Marik, Yolanthe und die Helden zu verschwinden, denn der Oger war nun freigelassen. In einer schier unmenschlichen Kraftanstrengung zog er Yolanthe hinter sich her und sie rannten bis zur Erschöpfung zum Rand der Lichtung, über die provisorische Brücke und zurück ins Dorf. Sie wurden als Helden empfangen und gefeiert. Für diesen Abend konnten sie die Rückkehr von Yolanthe feiern und beim Festbankett saß Marik am Ehrenplatz und direkt neben ihm seine Yolanthe. Es konnte wohl niemanden wundern, dass sie ihm den ganzen Abend schöne Augen machte und auch die Helden waren glücklich, diesen noblen Mann ihren Freund zu nennen. Selbst der fremdländische Bogenschütze, der anfangs noch ein Auge auf Yolanthe geworfen hatte, war vom Mut Mariks tief beeindruckt und gönnte den beiden ihr Glück.

Nächstes Abenteuer: Der Alchemyst