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Der Inquisitor
Meister: Patrick
SpielerInnen: Bernie, Bine, Dani, Luc, Konny, Tommi
HeldInnen: Aelindir, Lúthien, Said, Tapo-Sica, Yswyn, Lialin
Zeitraum: 3. Travia 999 BF -
Termin(e): 5.1.2015, 31.1.2015, 28.2.2015


Voriges Abenteuer: Ein neues Gesicht oder Ein heimtückischer Mord

Hauptcharaktere: Bearbeiten

  1. Aelindir Abendblüte
  2. Lúthien Melwasúl
  3. Said ibn Emir
  4. Tapo-Sica
  5. Yswyn Fidian
  6. Lialin Thordisdottir

Geschichte Bearbeiten

05.01.2015 Bearbeiten

Langsam leerte sich der Boronanger wieder, die Trauergäste gingen ihrer Wege, Fips drehte sich ein letztes Mal verheult nach seiner Yswyn um, doch Barbas schob ihn bestimmt weiter Richtung Ausgang.

Yswyn drehte sich entschlossen weg vom Grab ihres Vaters und blickte ihre neuen Gefährten erwartungsvoll an. Sie wollte die Stadt lieber heute als morgen hinter sich lassen. Auch Aelindir und Tapo-Sica drängten auf einen raschen Aufbruch, doch Rashid wollte noch ein letztes Mal die Vorzüge der Zivilisation genießen und führte die Gruppe auf den Marktplatz, wo sie sich noch mit allerlei notwendigen Utensilien eindeckten.

Schließlich fand man sich zum wiederholten Male beim Südtor ein um Albenhus zu verlassen. Dort wartete mit dem Weibel Otmar Seiler bereits ein alter Bekannter auf die Gruppe. Er drückte Yswyn noch einmal sein Beileid aus und versicherte sich, dass sie auch wirklich mit den Herumtreibern mitziehen wolle. Als das geklärt war, händigte er der Gruppe noch einen alten, vergilbten Steckbrief aus.

Gemeinsam entzifferten sie folgenden Text:

GESUCHT, TOT ODER LEBENDIG:
 
HARRO VON
ERLINGEN, GENANNT „DER BRAUNE HARRO“
 
9 SPANN GROß, BLONDES HAUPTHAAR, MEIST
VERDECKT DURCH EIN KOPFTUCH, EIN VOLLBART, VERUNZIERT DURCH EINE TIEFE NARBE AM
KINN, ZIEHT DAS RECHTE BEIN NACH
 
SORA, DIE
SCHNECKE
 
JUNGE FRAU, KLEIN, LANGES BLONDES HAAR
 
GOSWIN, DER
HÜNE
 
HÜFTLANGER ZOPF, STETS BLANKER
OBERKÖRPER
 
DIE BANDE BESTEHT AUS MINDESTENS EINEM
DUTZEND HALSABSCHNEIDERN UND IST SEHR GEFÄHRLICH

Otmar Seiler berichtete der Gruppe, dass die letzten Berichte, wenn auch einige Monde alt, aus der Gegend um das Dorf Trackenborn stammten, welches ja bekanntermaßen das derzeitige Ziel der Gruppe war. Er erzählte ihnen ebenfalls, dass eine Belohnung von 10 Dukaten auf das Ausfindig Machen des Unterschlupfes steht. Dabei blickte er ein wenig betreten zur Seite, was jedoch keinem auffiel. Der Weibel erklärte ihnen den weiteren Weg und man verabschiedete sich.

Man schritt gut aus, sang, plauderte und war guter Dinge und erreichte im Rekordtempo die bereits bekannte Pferderanch von Vanja Rubenlauf. Rashid, Lúthien, Yswyn und Tapo-Sica marschierten ohne zu zögern durch das Haupttor, doch Aelindir setzte sich heimlich von der Gruppe ab, um kurz danach überraschend mit einem riesigen Exemplar eines Nordaventurischen Fetthasen zu erscheinen. Die Freude war groß und sofort wurde der Hase verarbeitet und verspeist.

Nach einer erholsamen Nacht, zogen die Gefährten weiter, nachdem sie von Vanja noch mit den getrockneten Resten des Hasenfleisches ausgestattet wurden. Neben ihnen plätscherte fröhlich der Ambrocebrâ, ein Arm des Großen Flusses und nach einigen Stunden des Marsches erreichten sie eine gut überquerbare Furt. Aelindir watete einfach durch die leichte Strömung, doch Rashid war sehr darauf bedacht, nicht nass zu werden und knotete seine Hose umständlich über seinen Knien fest. Kurz darauf hatten alle erfolgreich den Fluss überquert und nach wenigen Metern, hatte sie der dichte Eisenwald verschluckt.

Während Rashid und mit Abstrichen auch Yswyn, das Gefühl hatten, als würde ihnen die Decke auf den Kopf fallen, schritten Aelindir, Lúthien und Tapo-Sica fröhlich aus und genossen die Kühle des Waldes, das Grün der Blätter und den Odem der unberührten Natur. 

Aelindir übernahm sofort die Führung der Gruppe, hinter ihm marschierten Tapo-Sica, Lúthien, Yswyn, und zum Schluss, der missmutige Rashid. Der Auelf kundschaftete problemlos einen schmalen Pfad aus, dem die Gruppe bequem folgen konnte und besah sich aufmerksam die Umgebung.

So dauerte es nicht lang, bis er abrupt stehen blieb und auf eine Spur am Boden deutete. Zuerst konnte er die Abdrücke nicht einordnen, doch durch einen gemeinsamen Blick mit Lúthien kamen sie drauf, dass es sich um einen einzelnen Goblin handeln musste, welcher vor nicht allzu langer Zeit hier nach etwas gesucht haben musste.

Die Helden hatten bisher noch kaum Erfahrungen mit Goblins gemacht, waren dementsprechend vorsichtig und die aufgeregte Yswyn machte sofort ihren Bogen bereit. Nachdem sie jedoch vor Ort nichts mehr fanden, und auch die Spur nicht weiter verfolgen konnten, marschierten sie vorsichtig weiter.

Kurz darauf bekam Rashid ein extrem ungutes Gefühl und hielt seine Gefährten auf. Auch Tapo-Sica bestätigte das dräuende Gefühl von Gefahr und die Gruppe verharrte und bereitete ihre Waffen vor.

Und keine Minute später kam Bewegung ins Dickicht rundherum. Überall wuselten rotpelzige Gestalten herum und Aelindir konnte mindestens vier der Goblins in den Bäumen über ihnen ausmachen, welche mit Bögen auf sie zielten.

Ein untersetzter, dicker Rotpelz marschierte stolz auf den Elfen zu und krähte in gebrochenem Garethi, dass das hier eine Goblinstraße sei, und jeder von ihnen Zoll zu bezahlen hätte. Sofort schickten die Gefährten Rashid nach vorne, in der Hoffnung, dass der geschäftstüchtige Tulamide die Situation ohne Blutvergießen klären könne.

Der Goblin-Anführer verlangte schließlich ein Silber pro Bein und rechnete mit den Fingern herum, doch die Helden waren zu aufgeregt um aus der Situation Kapital schlagen zu können und zahlten dem Goblin brav 10 Silbertaler. 

Man marschierte weiter und beschloss schließlich ein Nachtlager aufzuschlagen. Tapo-Sica meldete sich freiwillig für die erste Wache und war kurz darauf bereits eingeschlafen.

Aelindir erwachte mit den ersten Sonnenstrahlen und blickte sich verwirrt um. Er weckte die schlafende Waldfrau und ließ sich von ihr erzählen, was passiert war. Der Auelf verriet seine Kumpanin aber nicht und nachdem alle Habseligkeiten beisammen waren und niemand verletzt, zog man weiter.

Im Laufe des dritten Reisetages verschlechterte sich das Wetter zunehmend und Rashid schlug eine Rast vor. Doch nachdem Aelindir das Wetter eingehend beobachtete, kam er zu dem Schluss, dass der richtige Regen erst noch bevorstand, es also nicht so bald wieder aufhören werde. Die vier anderen überstimmten den Tulamiden und man zog weiter.

Mit einem Mal drangen an Aelindirs Ohren Geräusche eines panisch auf sie zukommenden Wesens von der Größe eines größeren Hundes. Die Gruppe wappnete sich und rechnete bereits mit einem Goblinangriff, als plötzlich ein dreckverschmiertes, ängstliches Mädchen durchs Gebüsch brach und der Länge nach vor der Gruppe im Matsch landete.

Sie halfen dem Mädchen auf und wollten es befragen, doch das verängstigte Ding war völlig aufgelöst und flehte in Travias Namen um Hilfe vor bösen Männern, die sie verfolgten.

Die Helden waren erstmal ratlos, doch dann konnte Aelindir dank seines feinen Gehörs erneut sich nähernde Geräusche ausmachen. Er teilte es seinen Freunden mit, auch dass er glaube, es handelte sich diesmal um mehrere und größere Kreaturen. Als Madalea, so der Name des Mädchens, das hörte, weiteten sich ihre Augen in erneuter Panik und sie wollte weiter flüchten. Die Gruppe ließ sich anstecken und jeder versuchte sich geschwind im Unterholz zu verbergen.

Aelindir und Tapo-Sica waren sich erst uneins ob sie Madalea ins Gebüsch oder auf den nächsten Baum zerren sollten, doch schließlich setzte sich der Elf durch und Tapo-Sica erkletterte den Baum allein.

Nur wenig später stürmten sechs Reiter auf den Weg. Der vorderste, ein junger, drahtiger Mann von beträchtlicher Körpergröße betrachtete den Boden eingehend. Der zweite war definitiv der Anführer der Gruppe, er trug eine rot-goldene Robe mit einem Sonnensymbol und eine Art Szepter in der Hand. Die ganze Gruppe war stark gerüstet.

Yswyn, Rashid und Lúthien erkannten den Reiter sofort als Hochgeweihten der Praios-Kirche, während Tapo-Sica und Aelindir mit der Gewandung nichts anfangen konnten.

Der Spurenleser bemerkte auf Anhieb, dass das Mädchen hier war, konnte aber nicht mit Sicherheit sagen, wohin sie weitergegangen sein könnte, da viele Spuren durcheinander führten. Die Gruppe einigte sich darauf, dass „das Flittchen“ den Weg von Trackenborn weg gewählt haben würde und setzte die Verfolgung fort.

Die Helden warteten ein wenig, bevor sie ihre Verstecke wieder verließen und fragten dann das Mädchen aus. Nach einiger Zeit entwickelte sich die Geschichte aus der bruchstückhaften Erzählung des Mädchens.

Der Edle von Trackenborn, ein junger Mann, welcher noch nicht die Frau fürs Leben gefunden hat, holt sich immer wieder Frauen auf seine Burg um Rahja zu huldigen. Sein begehrlicher Blick fiel nun auf die gerade 14-jährige Madalea und er schickte zwei seiner Soldaten um die Müllerstochter „einzuladen“. Als sich diese jedoch heftig wehrte, ging eines der Pferde plötzlich durch und warf den überraschten Soldaten ab, welcher sich den Arm brach.

Die gedemütigten Soldaten traten den Rückzug an und der Edle von Trackenborn schickte wenig später den gerade anwesenden Inquisitor aus, da das Gerücht umging es handle sich um finstere Hexenmagie.

Als Madalea die Reiter kommen sah, zählte sie eins und eins zusammen und rannte davon. Wie es schien, passierten ihr häufiger kleine „magische Ausrutscher“, das Mädchen beharrte jedoch darauf, keine Hexe zu sein und keine Ahnung zu haben, warum diese Dinge geschähen.

Rashid, der sich sicher war, dass dieses Mädchen eine Hexe war, bedrängte Lúthien, sie müsse doch Möglichkeiten haben, herauszufinden, was die Wahrheit wäre. Die überforderte, halbelfische Hexe ging ihre Möglichkeiten durch, hatte aber keinen Geistesblitz. Währenddessen überlegten Yswyn, Aelindir und Tapo-Sica wie sie mit dem verängstigten Mädchen verfahren könnten.

Gemeinsam mit Madalea beschlossen sie schließlich, die alte Thika aufzusuchen, eine kräuterkundige Frau, die alleine in der Umgebung wohnte. Wieder schrillten bei Rashid sämtliche Hexen-Alarmglocken, doch Madalea stritt auch das entschlossen ab.

Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten sie die Hütte und wurden von der Kräuterfrau warmherzig empfangen und verköstigt. Sie erzählten gemeinsam mit Madalea was passiert war, doch Thika reagierte mit einer provinziellen Naivität, die besonders Lúthien zur Weißglut trieb. Thika spielte die Vorkommnisse herunter, lachte über die Hexenanschuldigungen und hielt alles für ein Missverständnis. Wenigstens war sie einverstanden auf Madalea aufzupassen, bis sich die Wogen geglättet hätten.

Daraufhin ließen die Helden Madalea dort und machten sich auf den Weg nach Trackenborn. Auf halbem Weg wurden sie jedoch erneut der Reiter gewahr, welche sich schnell auf sie zu bewegten. Wieder wollten sich die Helden verstecken, doch dieses Mal reichte die Zeit nicht und der Inquisitor hielt die Gruppe mit barschen Worten dazu an, in Praios Namen herauszutreten.

Rashid fasste einen Beschluss und trat aus seiner sicheren Deckung, wofür ihn Yswyn mit derben Flüchen belegte. Der Tulamide verbeugte sich und erklärte dem Geweihten, dass sie Probleme mit Goblins und Räubern hatten und nichts riskieren wollten, deswegen der rasche Versuch des Versteckens.

Der Praiot blickte die exotische Gruppe mit skeptischen Blicken an, fragte sie ein wenig nach Madalea aus und drohte, nachdem sich besonders Lúthien wieder einmal um Kopf und Kragen redete, mit Praios‘ Zorn. Dennoch ließ er die Gruppe ziehen und wies ihnen sogar den Weg nach Trackenborn.

Auf dem Weg diskutierte man über die Vorkommnisse, sowie über Lúthiens und Yswyns Entdeckung. Die zwei Halbelfen entdeckten nämlich eine komplett neue Pilzart, die überall zu wachsen schien. Schmackhafte Eierlinge.

Als sie dann das Dorf erreichten, wurden sie begafft wie Einhörner oder Drachen und erstaunlich viele Leute hatten plötzlich Dinge im strömenden Regen zu erledigen. Eine Frau ließ sogar ihr Kind in den Matsch fallen, als sie die spitzen Ohren Yswyns, Lúthiens und Aelindirs erblickte.

Plötzlich stellte sich ihnen eine kleine blonde Frau mit dicken Zöpfen in den Weg und stellte sich als „Pedora Langbart“ vor, ihres Zeichens Dorfschulzin. Yswyn prustete unpassenderweise los, als sie den Namen hörte, was ihr einen bitterbösen Blick der Schulzin einbrachte.

Man begab sich ins örtliche Gasthaus und harrte der Dinge.

Fortsetzung Bearbeiten

31.01.2015 Bearbeiten

Fortsetzung Bearbeiten

28.02.2015 Bearbeiten

Nächstes Abenteuer: